Lazarus

David Bowie & Enda Walsh
Staatstheater Darmstadt

Musikalische Leitung: Xell.
Regie: Sascha Hawemann
Bühne: Wolf Gutjahr / Constanze Bieber
Kostüme: Ines Burisch
Video: Konrad Kästner


Pressestimmen

Das Lebensgefühl dieser beiden Welten führt Hawemann kongenial zusammen und zeigt rauschhaft die Visionen, Erinnerungsfetzen, Träume und Halluzinationen in den letzten Minuten des sterbenden Bowie. (…) Am Sog der Inszenierung entscheidend beteiligt ist Videokünstler Konrad Kästner, er zum erschöpften Bowie-Song “This is not America” die heutigen USA Donald Trumps mit all ihrer öffentlich ausgestellten Lust an der Grausamkeit über die Leinwände flimmern lässt, sodass sofort deutlich wird, warum Newton sich nach seinem Heimatplaneten zurücksehnt.
(Mannheimer Morgen)

In Darmstadt vegetiert der immerzu vor dem Fernseher sitzende Newton in seiner Wohnung vor sich hin. In diesem großen weißen Kasten, als sei er selbst Teil einer Fernsehshow. Im Hintergrund flimmern riesige Videoschnipsel über den Bildschirm, von Trump und Selenskyj, von Bombeneinschlägen im Nahen Osten, von tanzenden Robotern, verschmutzten Meeren und brennenden Wäldern. Diese Bilder verorten die Handlung im Hier und Jetzt. Wie Bowies Musik sind auch die Allegorien in der Geschichte zeitlos. (…) In Darmstadt entsteht aus all diesen Verweisen auf Bowies Schaffen ein surreales Gemisch voller großer Gesangsnummern, futuristischer Kostüme und auch zeitgenössischer Thematik.
(FAZ)

Sascha Hawemann hat sich für seine Inszenierung in David Bowies Biografie eingegraben und sieht nachvollziehbare Verbindungen zur Bühnenfigur Newton. (…) Besonders gut wirkt ein Einspieler, in dem sich in einem wilden Durcheinander – wie eine grafische Darstellung unkoordinierter Synapsen – nach und nach das Gesicht einer Person bildet; die für Newton ständig präsente Mary-Lou. (…) Enda Walsh hat seinen Charakteren nicht viel Hintergrund und Komplexität gegeben. Doch das Darmstädter Ensemble holt durch Präsenz und Ausdrucksstärke mehr heraus, als ihnen der Autor mitgibt.
(Musicalzentrale)

Regisseur Sascha Hawemann setzt auf eine biografische Lesart, die Bowies Songs und das Thema des Sterbens in den Fokus rückt. Ein Trip durch den Kopf von David Bowie mit zum Teil verstörenden Bildern. Die Geschichte eines gestrandeten Außerirdischen wird dabei zu einer poetischen Reflexion über Einsamkeit, Sehnsucht und der Frage nach dem Sinn des Lebens. (…) Kein leichter Abend – doch letztlich einer mit Tiefgang.
(Feuilleton Frankfurt)


Infos und Karten
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