Wozzeck

Oper in der Akten von Alban Berg
Staatstheater Kassel

Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Inszenierung: Florian Lutz
Bühne: Sebastian Hannak
Kostüm: Mechthild Feuerstein
Video: Konrad Kästner
Dramaturgie: Kornelius Paede

Fotos © Nils Klinger / Konrad Kästner

Infos und Karten
Staatstheater Kassel


Pressestimmen

"Das Moment der Repräsentation hat hier ausgedient. Es wird ersetzt durch ein Erleben, ein gemeinsames Erleben aller Zuschauer, unter denen auch die Rang-Unterschiede (wörtlich zu nehmen) aufgehoben sind. Das ist aufregend, spannend, die Zukunft. "
(Süddeutsche Zeitung)


"Florian Lutz ist mit seiner Inszenierung von Alban Bergs Oper „Wozzeck“ zum Auftakt seiner Intendanz am Kasseler Staatstheater ein großer Wurf gelungen. Anregendes Musiktheater. Relevant. Präzise durchdacht, schlüssig inszeniert, technisch souverän, musikalisch und sängerisch top. (…) Live-Videos ermöglichen beeindruckende Nahaufnahmen der Sänger, mit vielen Leinwänden entstehen multiple Raumperspektiven. Perfekt in Bildregie und Schnitt.”
(HNA)


"Dass sich am Ende die Bühnengegenwart von den Leinwandbildern abkoppelt, macht die Tragik der Geschichte nicht wirklich besser. Nur auf dem Bildschirm sehen wir den blutverschmierten Wozzeck und die ermordete Marie. Real kehrt Wozzeck aber an seinen Arbeitsplatz zurück. Sein Junge flieht in andere Wohnung vor eine andere Playstation – ohne, dass sich seine Aussichten verbessern.
Auch wenn man so nicht direkt in den Abgrund Mensch blickt, ist er da.
In Kassel wurde ein packender Auftakt für die Spielzeit und die neue Intendanz einhellig bejubelt."

(Die Deutsche Bühne)


"Die Bevormundung, der Wozzeck stellvertretend ausgesetzt ist – gegängelt vom Doktor, Magnus Piontek, gedemütigt vom in der Tat enorm durchtrainierten Tambourmajor, Frederick Ballantine –, setzt sich in den Manipulationen von Biofuel logisch fort. Während wir noch tapfer unsere Stimmzettel heben, hat Biofuel, wie Bilder zeigen, draußen übernommen. Dass „Wozzeck“, auch als Oper doch vertrautes Gelände, einmal wieder so ungemütlich weitergedacht wird, hat eine ermutigende Seite.”
(Frankfurter Rundschau)


"Beim Mord an Marie gehen die Videoübertragungen auf den Bildschirmen und das reale Geschehen auf der Bühne plötzlich getrennte Wege. Wir sehen auf dem Bildschirm das Blut an Wozzeck und die tote Marie. Auf der Bühne landet Wozzeck jedoch wieder im Versandlager in der Gefangenschaft seines Jobs. Sein Junge sucht sich (hop hop) eine andere Playstation in einer x-beliebigen anderen Bleibe – den Ausweg aus der Misere des Lebens seiner Eltern dürfte der so kaum finden. Und ob es uns anderen mit den gerade verhandelten Gesetzen wirklich besser gehen würde, ist eine Frage, die jeder für sich beantworten mag. Die Chancen, dass es Kassel mit dieser Art von Musiktheater besser gehen könnte, die stehen freilich gut.”
NMZ


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